Winterglanz und Frühlingsduft – Wanderfreuden im Februar 2026
Der Februar zeigte sich von seiner launischen Seite. Zwar standen wie gewohnt jeden Donnerstag Wanderungen zwischen fünf und neun Kilometern auf dem Programm – doch Eis und Glätte machten gleich zwei geplanten Touren einen Strich durch die Rechnung. Sicherheit geht schließlich vor. Umso schöner, dass zwei Wanderungen dennoch stattfinden konnten – jede mit ihrem eigenen Charme.
Eisige Weite am Ruppiner See
Die erste Tour führte von Wuthenow nach Gnewikow und zurück. Noch herrschten winterliche Bedingungen, als unsere Wanderleiterin Karin Klotz die Gruppe von 24 Wanderinnen und Wanderer begrüßte. Der Weg verlief direkt am Ufer des Ruppiner See entlang, dessen Oberfläche noch zugefroren war. Die Sonne spiegelte sich auf dem Eis, als hätte jemand tausende kleine Diamanten verstreut.
Dank der klaren Winterluft boten sich beeindruckende Blicke auf das gegenüberliegende Ufer. Besonders markant ragte der „Rote Max“ des Krankenhauses Neuruppin in den Himmel – ein vertrauter Anblick, der aus dieser Perspektive besonders interessant wirkte. Dazu gesellten sich zahlreiche Wasservögel, die offenbar ebenfalls die ruhige Winterstimmung genossen.
Nach einer stärkenden Rast an der Badestelle des Jugenddorfes Gnewikow führte der Weg durch die Ortschaft und schließlich über einen Feldweg zurück nach Wuthenow. Die frische Luft hatte alle ordentlich durchgepustet – und so war die kleine Überraschung am Ende ein schöner Abschluss: Der älteste Teilnehmer der Runde, Bernhard Macher, wurde für sein Durchhaltevermögen besonders geehrt. Der Applaus der Gruppe wärmte mindestens so sehr wie die Wintersonne.
Frühlingsboten an der Kochquelle
Nur eine Woche später zeigte sich die Natur wie verwandelt. Bei frühlingshaften Temperaturen starteten 26 Wanderinnen und Wanderer zur zweiten Tour – diesmal unter der Leitung von Manfred Langer. Ziel war die Kochquelle bei Kunsterspring.
Die Quelle gehört zu den stärksten natürlichen Quellen Brandenburgs. Ihr Name geht vermutlich auf das „Kochen“ des Wassers zurück – allerdings nicht wegen hoher Temperaturen, sondern aufgrund des kräftigen Aufsprudelns, wenn das Grundwasser mit Druck an die Oberfläche tritt. Die Quelle speist seit Jahrhunderten Bäche und Teiche der Umgebung und war schon früh ein bedeutender Bestandteil der regionalen Wasserversorgung. Heute ist sie ein beliebtes Ausflugsziel und idyllisches Naturdenkmal im Naturschutzgebiet Kunsterspring – ein Ort, an dem man die Kraft der Natur hautnah erleben kann.
Bereits der Auftakt der Wanderung war besonders: Zwei Geburtstagskinder, Jutta Kaiser und Sabine Knoll, überraschten die Gruppe mit selbstgebackenem Kuchen und Getränken. Es wurde gesungen, gelacht und angestoßen – eine fröhliche Geburtstagsrunde unter freiem Himmel. Besser kann eine Wanderung kaum beginnen.
Gemeinschaft bei jedem Wetter
So unterschiedlich die beiden Touren auch waren – sie hatten eines gemeinsam: die Freude an Bewegung, Natur und Gemeinschaft. Ob glitzernde Eisflächen am See oder sprudelndes Quellwasser im Frühlingswald – die Wanderungen zeigen immer wieder, wie vielseitig und lebendig unsere Heimat ist.
Und eines ist sicher: Egal, welches Wetter der nächste Monat bringt – die Wanderlust bleibt.
Bildergalerie
Hier können sich weitere Bilder unserer Wanderung angesehen werden (bitte an den Seitenrändern die Pfeile klicken):